{"id":254,"date":"2017-03-31T11:46:06","date_gmt":"2017-03-31T09:46:06","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastian-janowitz.de\/?p=254"},"modified":"2017-03-31T11:46:06","modified_gmt":"2017-03-31T09:46:06","slug":"tag-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sebastian-janowitz.de\/?p=254","title":{"rendered":"Tag 2"},"content":{"rendered":"<p>Ich \u00fcberarbeite mein Romanmanuskript. Also eigentlich nur die ersten vierzig Seiten, was bei diesem Roman drei Kapitel sind. Dabei durchl\u00e4uft das Manuskript mindestens drei Korrekturdurchl\u00e4ufe. Erst lese ich es mir laut vor und streich an, was meinen Lesefluss hemmt. Ich achte auf Logikfehler in der Handlung und streiche unn\u00f6tige Passagen heraus. Es wird immer wieder vorgeschlagen, dass man alle Verbesserungen auf einem Ausdruck machen soll; ich mag das aber nicht. Mir wird das irgendwann zu un\u00fcbersichtlich. Deshalb \u00fcbertrage ich die Korrekturen auf den PC und drucke mir das Manuskript erneut aus. Im zweiten Durchlauf konzentriere ich mich auf Grammatikfehler, den Stil und die Rechtschreibung. Das Ganze tippe ich in den PC und lasse das Dokument wieder auf Papier raus.<br \/>\nAch ja, ich schreibe mit dem \u00bbPapyrus-Autor\u00ab Schreibprogramm, da es eine fantastische Stilanalyse und Dudenkorrektur hat. Das hilft ungemein. Es ist nach dem Zehn-Punkte-T\u00dcV von Andreas Eschbach aufgebaut. Seine Vorgehensweise kann ich nur empfehlen. Stephen King \u00fcberarbeitet seine Manuskripte so \u00e4hnlich.<br \/>\nIm dritten Durchlauf lese ich mir wieder alles laut durch. Manchmal lasse ich es mir auch vorlesen. Jetzt kommt der Feinschliff. Wo die Geschichte hakt, werden die Kanten abgefeilt. Dann wird es erneut in den PC \u00fcbertragen, diesmal aber ohne Stilanalyse. Diesen Ausdruck h\u00e4ndige ich Testlesern aus, die vielleicht noch Fehler erkennen. Sind deren Anregungen und Verbesserungsvorschl\u00e4ge verarbeitet, ist das Manuskript so weit fertig.<\/p>\n<p>Aus einer Idee, einem Bild, das man mit sich herumtr\u00e4gt, eine Geschichte zu entwickeln und sie aufzuschreiben, ist f\u00fcr mich der Spa\u00df an meiner Arbeit. Das \u00dcberarbeiten stellt f\u00fcr mich hingegen die Pflicht dar. Deshalb schiebe ich diese Arbeit gerne vor mir her. Was ja nicht schlecht ist, weil das Manuskript etwas nachreifen kann. Manchmal kommt es mir so vor, wenn ich mich erst nach Monaten ans Korrigieren mache, als w\u00fcrde ich den Text zum ersten Mal lesen. Und es freue mich, wenn ich dabei eine gute Geschichte entdecke. Wie auch immer. Das \u00dcberarbeiten, vor allem das Streichen von ganzen Abs\u00e4tzen, ist die wichtigste Arbeit an einem Manuskript. Egal wie zufrieden man mit seinem Text ist, nachdem man ihn geschrieben hat. Wenn man ihn nicht \u00fcberarbeitet, wird es lediglich eine unfertige Geschichte bleiben. Und das bedeutet: \u00bbNicht verkaufbar!\u00ab Gebt es ruhig zu, dass das auch euer Ziel ist. Vielleicht nicht Prim\u00e4r, mir ist der Spa\u00df am Schreiben ebenfalls wichtig. Aber sekund\u00e4r will jeder Autor sein Manuskript verkaufen. Wenn ihr was auf der hohen Kante habt, wie Stephen King, Petterson, Hohlbein, Rowlin und wie sie alle hei\u00dfen, die den Literatur-Jackpot geknackt haben, dann k\u00f6nnt ihr ruhigen Gewissens behaupten, dass ihr nicht f\u00fcr das Geld schreibt. Ja, ich gebe es zu. Das war jetzt zynisch. Aber ich darf das. Erstens, das hier ist meine Homepage. Zweitens kann ich mir gut vorstellen, wie viel Arbeit, Zeit, Entbehrungen und R\u00fcckschl\u00e4ge es sie gekostet haben muss, um dort hinzukommen, wo sie mittlerweile sind. Ich bin nicht neidisch, sondern bewundere ihr Durchhalteverm\u00f6gen und bete daf\u00fcr, dass ich auch damit gesegnet bin. Halleluja, Autorinnen und Autoren! Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich \u00fcberarbeite mein Romanmanuskript. Also eigentlich nur die ersten vierzig Seiten, was bei diesem Roman drei Kapitel sind. Dabei durchl\u00e4uft das Manuskript mindestens drei Korrekturdurchl\u00e4ufe. Erst lese ich es mir laut vor und streich an, was meinen Lesefluss hemmt. Ich achte auf Logikfehler in der Handlung und streiche unn\u00f6tige Passagen heraus. 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