{"id":285,"date":"2017-09-05T17:02:06","date_gmt":"2017-09-05T15:02:06","guid":{"rendered":"http:\/\/sebastian-janowitz.de\/?p=285"},"modified":"2017-09-06T11:35:55","modified_gmt":"2017-09-06T09:35:55","slug":"tag-11-bis-62","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sebastian-janowitz.de\/?p=285","title":{"rendered":"Tag 11 bis 62"},"content":{"rendered":"<p>Der \u201eFinal Countdown\u201c beginnt jetzt<\/p>\n<p>Seit April hat sich einiges getan. Meine Frau arbeitet wieder. Ich musste auf der hauseigenen Baustelle schuften, um unser Fundament trocken zu legen. Wir waren zum ersten Mal mit beiden Kindern im Urlaub; und ich habe mein Dreis\u00e4ulensystem \u00fcber den Haufen geworfen.<br \/>\nIch kam einfach nicht vorw\u00e4rts. Zwei Drittel blieben irgendwie immer auf der Strecke. Ich stellte leider fest, dass ich nicht an drei Sachen gleichzeitig schreiben kann. (Oder zum Gl\u00fcck). Ich bin effektiver, wenn ich nur an einem Projekt arbeite, aber dann mit Herzblut. Dumm nur, dass ich f\u00fcr die Neuorientierung meine gesamte Jahresplanung kippen musste. (Was mich tierisch genervt hat.)<br \/>\nNach langem Hin und Her kam ich zu dem Schluss, dass mir mein Romanprojekt am Wichtigsten ist. Das Buch schleppe ich immerhin seit elf Jahren, wie einen Anker hinter mir her. Ich will es vom Tisch haben, damit ich mich Neuem widmen kann.<br \/>\nMein f\u00fcr diesen Herbst geplantes E-Book Projekt, eine Anthologie mit dreizehn Horrorkurzgeschichten, musste ich einstweilen auf Eis legen. Die fehlenden elf Geschichten zu schreiben, zu \u00fcberarbeiten, zu lektorieren und bis zum 31.Oktober zu ver\u00f6ffentlichen, schaffe ich einfach nicht. Tja, und meine True Storys sind f\u00fcrs Erste auch eingestellt. Eine Geschichte liegt fertig in der Ablage. Ich muss praktisch nur den dritten Korrekturdurchlauf beenden, doch irgendwie ist sie mir gerade nicht wichtig genug, um meine Energie in diese Arbeit zu stecken. Meine neue Jahresplanung sah vor, im Herbst mehrere True Storys zu produzieren, um einen Grundstock f\u00fcrs n\u00e4chste Jahr zu haben. Aber mich beschleicht das Gef\u00fchl, dass ich nicht dazu kommen werde. Sobald ich mein Romanexpos\u00e9 auf die Reise zu den Agenturen schicke, setze ich mich an meinen Roman und schreibe ihn fertig. Das d\u00fcrfte bis zum Jahresende dauern. Und wer wei\u00df, was anschlie\u00dfend kommt?<br \/>\nMir fehlt als Vollzeitautor noch die Erfahrung, wie lange manche Arbeitsprozesse ben\u00f6tigen und ich am effektivsten arbeite. Warum sollte es bei mir anders sein, als bei jemandem, der eine neue Stelle als Buchhalter antritt. Mit der Zeit wei\u00df man, wie der Hase l\u00e4uft, dann f\u00e4llt die Planung leichter. Ich denke, in fr\u00fchstens drei Jahren kristallisiert sich eine Arbeitsroutine heraus. Mein Weg wird sich begradigen. Irgendwann lebe ich davon, dass ich im Fr\u00fchjahr ein E-Book Projekt realisiere; im Sommer Gebrauchsliteratur produziere; und im Herbst und Winter Romane schreibe. Oder, &#8211; ich lande einen Bestseller.<\/p>\n<p>Wo stehe ich im Augenblick? Eigentlich sitze ich, und zwar an meinem Schreibtisch, vor meinem Laptop, in meinem Schreibhaus; (das ich immer noch nicht gestrichen habe; das ohne Regenrinne auskommen muss; und das nicht isoliert ist). Ich versuche meinen drei\u00dfig Normseiten langen Handlungsabriss, auf drei Seiten zu reduzieren. Verdamm mich, das ist keine leichte Aufgabe. Aber was wollte ich jetzt eigentlich erz\u00e4hlen? Richtig, was ich in den vergangenen vier Monaten erledigen konnte und was noch zu tun ist.<br \/>\nAls Leseprobe f\u00fcr das Expos\u00e9 \u00fcberarbeitete ich die ersten zwei Romankapitel. Mit dem Ergebnis bin ich \u00fcbrigens sehr zufrieden. Au\u00dferdem fasste ich die komplette Romanhandlung in drei\u00dfig Seiten zusammen. Die letzten Wochen habe ich damit zugebracht, eine Jugendabenteuergeschichte zu schreiben, und eine Jugend-Fantasy Geschichte zu korrigieren. Ich will nicht nur ein ausgezeichnetes Expos\u00e9 abliefern, der Rest muss auch passen, also die Pr\u00e4sentation meiner Arbeit. Mal angenommen, ich bin ein Lektor in einer Agentur. Mich kontaktiert ein sympathischer Autor, und sein Projekt interessiert mich. Was mache ich wohl? Richtig, ich googel ihn. Kann meiner Entscheidungsfindung ja nicht schaden, wenn ich mehr \u00fcber ihn wei\u00df, bevor ich ihn zum Klienten nehme. Deshalb such ich nach der Webpr\u00e4senz des Schriftstellers.<br \/>\nIm Augenblick findet man auf meiner Internetseite zwei Geschichten; eine Horrorgeschichte und eine unheimliche Erz\u00e4hlung. Ich will aber einen Fantasy-Jugendroman verkaufen und keinen Thriller, oder Schauerroman. Ich brauche auf meiner Webseite Material, das mit meinem Roman vergleichbar ist. Darum habe ich die neue Abenteuergeschichte geschrieben und die andere \u00fcberarbeitet. Wer wei\u00df, f\u00fcr was das gut ist. Vielleicht gef\u00e4llt einer Agentur mein Romanprojekt nicht, daf\u00fcr findet sie die Leseprobe auf der Internetseite spitze.<\/p>\n<p>Was geh\u00f6rt alles in ein Expos\u00e9? (Oder: \u201eVerdammte Schei\u00dfe, hab ich noch viel zu tun!\u201c)<br \/>\n\u2022 eine Leseprobe aus dem Roman, (erstes Kapitel, oder die ersten drei\u00dfig Seiten reichen) CHECK<br \/>\n\u2022 eine kurze Inhaltsangabe, (\u00e4hnlich einem Klappentext, aber eben die ganze Handlung)<br \/>\n\u2022 ein Handlungsabriss, was in den einzelnen Kapiteln passiert, (auf 2 bis 3 Seiten und nicht auf 30 Seiten, wie ich es getan habe) CHECK<br \/>\n\u2022 eine \u00dcbersicht der wichtigsten Figuren CHECK<br \/>\n\u2022 eine Charakterisierung der Hauptprotagonisten und ihre Entwicklung w\u00e4hrend der Geschichte.<br \/>\nTja, wenn man alles abhaken kann, und bereits mit der Agentur oder dem Verlag telefoniert hat, verfasst man ein ma\u00dfgeschneidertes Anschreiben.<br \/>\nDarin sollte stehen: (Nat\u00fcrlich pers\u00f6nliche Anrede; auf Telefonat beziehen; die Motivation, warum diesen Roman; usw.)<br \/>\n\u2022 Arbeitstitel und alternative Titelvorschl\u00e4ge<br \/>\n\u2022 das Genre eures Buches<br \/>\n\u2022 die Zielgruppe<br \/>\n\u2022 ein m\u00f6gliches Lieferdatum des fertigen Manuskripts<br \/>\n\u2022 bevorzugter Erscheinungstermin (etwa Halbes-\/ Dreivierteljahr nach Lieferung) Jan\/ Feb f\u00fcr Herbstauslieferung, und Aug.\/Sept. f\u00fcr Fr\u00fchjahrsauslieferung<br \/>\n\u2022 gesch\u00e4tzter Umfang des Gesamtwerkes<br \/>\n\u2022 Handlungsort und -zeit<br \/>\n\u2022 Erz\u00e4hlperspektive<br \/>\n\u2022 die Erz\u00e4hlweise<br \/>\n\u2022 eine kurze Autorenvita (mit Ver\u00f6ffentlichungen, falls vorhanden)<br \/>\nIch will mein Expos\u00e9 Ende September fertigstellen; und wie man sieht, ist das noch ein Haufen Arbeit. \u201eViel Arbeit und wenig Lohn\u201c, wie mein alter Herr immer zu sagen pflegt. \u201eDoch irgendwann zahlt es sich aus!\u201c, sage ich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u201eFinal Countdown\u201c beginnt jetzt Seit April hat sich einiges getan. 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